4 Monate in Osaka! High School Programm Classic in Japan

Reportage von

Hi! Ich heiße Mariana, bin 18 Jahre alt und wohne in München.
Ich war mit GLS von Ende März bis Ende Juli 2025 in Japan.
Es war wirklich ein unvergessliches Erlebnis! Ich werde hier etwas von meinen Erfahrungen berichten.

Anreise und Ankunft

In München haben wir uns alle am Flughafen getroffen, also alle, die auch mit GLS nach Japan geflogen sind. Wir waren alle super aufgeregt. Da wir mit der Airline ANA geflogen sind,  hatten wir schon einen ersten Einblick in Japan. Das war übrigens das erste Mal, dass mir Flugzeugessen geschmeckt hat. Nach 13 gar nicht so langen Stunden waren wir dann endlich in Tokio, Haneda. Dort wurden wir von Mitarbeitern von WYS (die Partnerorganisation in Japan) abgeholt und zu unserer Unterkunft im Olympic Youth Center neben Meiji Koen in Shinjuku gebracht. Auf der Fahrt dorthin konnte man schon viel von Tokio sehen, wir waren alle so aufgeregt. Das war dann auch der Moment an dem mir klar wurde, dass ich jetzt wirklich in Japan war.

In der Orientation wurde uns erklärt wie man sich verhalten sollte und was generell die Regeln von dem Auslandsaufenthalt sind. Wir haben dort auch Japaner kennengelernt, die selber ins Ausland gehen und haben mit ihnen in Gruppen Theater Aufführungen gemacht. Nach 3 Tagen ging es dann zu unseren Gastfamilien. Ich bin mit dem Flugzeug nach Osaka geflogen. Zum Glück hatte ich einen Fensterplatz, da man Mount Fuji sehr gut sehen konnte!

In Osaka angekommen, holte mich meine Gastmutter mit meiner kleinen Gastschwester und meinem kleinen Gastbruder ab. Von dort aus sind wir nach Kashiwara gefahren, eine Schlaf Stadt direkt an den Bergen zwischen Osaka und Nara, in der ich jetzt leben würde. Das erste Mal im Haus meiner Gastfamilie zu sein war ein unvergesslicher Moment. Es war so anders als mein Haus in Deutschland (Ich werde nie aufhören über die Toiletten zu reden, man hat dort sogar geheizte Klobrillen🙏). Hier werde ich jetzt für 4 Monate wohnen.

Gastfamilie

Meine Gastfamilie war ziemlich groß für japanische Standards. Ich hatte eine Gastmutter, einen Gastvater, zwei Gastbrüder (11 und 1), zwei Gastschwestern (9 und 6) und zwei Hunde. Sie waren alle super nett und lieb und hatten sehr viel Geduld mit mir (Wenn ich mal etwas nicht verstanden habe zum Beispiel). Mit meiner kleinen Gastschwester habe ich immer Miraculous Ladybug geschaut, sie ist ein super Fan! Aber Filme wurden bei uns immer auf Englisch geschaut! Das war auch etwas entspannend für mich, eine kurze Pause von dem mich 24/7, auf Japanisch zu konzentrieren 😝. Mein kleiner Baby Gastbruder ist auch so süß! Er war manchmal etwas frech, aber auf einer süßen Art und Weise. Wenn wir uns wiedersehen wird er bestimmt schon sprechen können! Meine Gasteltern waren beide sehr lebhaft und haben viel gelacht. Besonders das Lachen von meinem Gastvater fand ich so lustig, sodass ich auch immer mitlachen musste. Meine Gastmutter hat sich immer um mich gekümmert und wir haben auch viel zusammen gemacht. Sie waren alle sehr fleißige und hart arbeitende Menschen. Selbst mein älterer Gastbruder war immer sehr beschäftigt mit Hausaufgaben oder Baseball. Und ein sehr guter großer Bruder! Er hat sich immer um seine Geschwister gekümmert. Wir haben zusammen viele Ausflüge gemacht und ich konnte vieles Neues erleben und sehen.

(Hier war ich mit meiner Gastfamilie im Nagashima Spa Land)

Außerdem sind wir auch jede Woche, mindestens einmal essen gegangen, das war auch immer eines der Highlights aus meiner Woche. Ich habe so unglaublich viel Essen probiert, wovon ich bevor ich nach Japan gegangen bin, noch nie gehört hatte. Das hat mich immer sehr sehr glücklich gemacht. Essen waren wir meistens mit den Großeltern zusammen, die auch immer so lieb zu mir waren. 
Wir haben uns auch öfter mit der Freundesgruppe von meiner Gastfamilie getroffen und zuhause zusammen gegessen. Sie sind auch alle so freundlich und lustig! Ich hatte sehr viel Spaß mit ihnen! 
Noch eine Sache, die wir als Familie oft gemacht haben, war zum Baseball Training von meinem Gastbruder zu gehen. Dort konnte ich mich auch mit vielen Leuten unterhalten.

Schule

Bevor die Schule angefangen hat, hatte ich erst noch eine Woche Ferien, in denen ich meine Stadt, meine Gastfamilie und Japan generell besser kennenlernte. 
Meine Schule hieß Osaka Prefectural Yūhigaoka High School 大阪府立夕陽丘高等学校, kurz Yūhi😛.
Am ersten Schultag gab es eine Zeremonie zum Anfang des neuen Schuljahres, dort mussten ich und noch ein anderer Deutscher Austausch Schüler uns vor der ganzen Schule vorstellen. Ich war da schon ziemlich nervös, aber am Ende war alles ok!🙏

So sah ein normaler Schultag bei mir aus:

6:00 Aufstehen, mich fertig machen und kurz frühstücken

7:20 aus dem Haus gehen

7:34 Zug von Kashiwara (zwei mal umsteigen auf dem Weg) nach Momodani (wo meine Schule war)

8:25 Homeroom

8:40 Unterrichts Beginn

10 min Pause zwischen jeder Stunde

40 min Mittagspause

Unterrichts Ende um 15:05 (16:05 Dienstags und Mittwochs)

Montag, Dienstag und Donnerstag hatte ich immer noch nach der Schule Art Club bis 18:00

Ca 19:00-19:30 war ich dann zuhause (wenn ich Art Club hatte)

Abendessen, duschen und schlafen gehen

Freunde

Gleich in der ersten Schulwoche habe ich meine ersten Freunde gefunden. An meiner Schule waren auch noch 4 weitere Austausch Schüler. Ein Deutscher, der zum gleichen Zeitpunkt wie ich gekommen ist, eine Französin, eine Norwegerin und eine Taiwanesin, die schon länger da waren. Mit ihnen habe ich mich gleich verstanden! Wir haben auch öfters zusammen Sachen gemacht. Mit der Norwegerin war ich im gleichen Club, also im Art Club, da konnte ich mich auch mit ihren Freunden befreunden. Wir waren dann als Gruppe z.B. beim Karaoke oder haben zusammen etwas gegessen. Im Art Club habe ich auch meine beste Freundin in Japan getroffen. Sie ist ein mega Michael Jackson Fan und hat sich über alles gefreut, das mit MJ zu tun hatte. Mit ihr habe ich am meisten unternommen. Ihr Vater hat uns sogar öfters irgendwo hingebracht, nach Kyoto beispielsweise. Mit ihr konnte ich immer lachen😝 Jetzt, an Weihnachten, wird sie mich in Deutschland für eine Woche besuchen kommen, ich freue mich schon so sehr!! Ich habe auch eine Freundin, mit der ich öfters zum Karaoke singen gegangen bin. Sie ist so extrovertiert und lustig!! Und mit einer anderen Freundin, die einen mega coolen Style hat, habe ich immer geyapped. In meiner Klasse hatte ich nicht so viele Freunde, aber mit zwei Freundinnen habe ich immer zusammen gegessen. Sie waren auch immer sehr lieb zu mir.
Außerdem habe ich mich auch schon mit Freunden getroffen, die zur gleichen Zeit mit mir nach Japan geflogen sind und ich bin auch noch mit ein paar Japanern in Kontakt, die ich bei der Orientierung in Tokio kennengelernt habe.

Mir hat Japan so gut gefallen, dass ich für nächstes Jahr schon eine Reise zurück gebucht habe. Dann kann ich wieder meine Gastfamilie und meine Freunde besuchen (und Yakiniku essen 🤩).

Ich habe so viel Neues gelernt und erlebt. Es war wirklich eine Erfahrung für’s Leben, die mir ebenfalls in meiner Zukunft weiterhelfen wird. Ich habe auch gelernt selbstständiger zu sein und mich Sachen zu trauen bei denen ich mir vielleicht eher unsicher bin.

Ich kann es kaum erwarten weitere schöne Erfahrungen zu sammeln. Jetzt nicht nur auf Japan bezogen, sondern insgesamt auf mein zukünftiges Leben.


(Hier noch ein Paar Fotos)