Welcome to Britain

Hi, ich bin Charlotte, 16 Jahre alt und bin seit ein paar Tagen bei meiner Gastfamilie in Worthing. Hier schreibe ich über meine Ankunft und wie meine ersten Eindrücke waren.

Ich wohne jetzt seit vier Tagen in Worthing, einer mittelgroßen Stadt in Südengland, und fühle mich schon sehr wohl. But how did it start?

Mein Flug startete am 1. September 2022 und ich war super aufgeregt, wie meine Gasteltern sind, wie mein Zimmer aussieht, ob ich mich schnell an das neue Zuhause würde gewöhnen können und noch so Vieles mehr. Wahrscheinlich alles Fragen, die du als Gastschüler*in auch hattest oder hast. 

Von Freunden, die bereits im Ausland waren, hatte ich mir schon einiges erzählen lassen und so ging ich also mit Vorfreude, aber auch mit Ängsten und Erwartungen. Ein ziemliches Gefühlschaos. Vorher wurde immer gesagt, man solle die Latte an Erwartungen nicht zu hoch hängen, das habe ich auch nicht gemacht, aber unterbewusst hofft man unvermeidlich auf ein paar Dinge: freundliche Gasteltern, leckeres Essen, ein schönes Zimmer. 

Ich wurde dann vom Flughafen in London abgeholt und bin mit einem Taxi, dass vom College organisiert wurde, zu meinem neuen Zuhause gefahren worden. Das waren also die ersten Schritte im „neuen Zuhause“, die mir dank der so gut organisierten Reise sehr erleichtert wurden. Der Linksverkehr war dagegen eine erste Ungewohntheit, die mich auch nach vier Tagen noch etwas aus dem Konzept bringt. Der Taxifahrer war sehr nett und nach etwa 1,5 Stunden Fahrt kamen wir in Worthing an. 

Und dann standen wir auch schon vor dem Haus. Meine Gastmutter öffnete die Tür und begrüßte mich sehr herzlich. Wir saßen einige Zeit am Tisch, sie erklärte mir die wichtigsten Abläufe. Beispielsweise zu welchen Zeiten es Essen gibt, wo welches Geschirr steht und grundsätzliche Regeln, an die ich mich halten solle. Dann zeigte sie mir mein Zimmer und ich packte all mein Zeug aus. Abends habe ich dann mit ihr und meinem Gastvater, der den trockenen Humor hat, für den die Briten so berühmt sind, gegessen. Das hat die ganze Sache sehr amüsant gemacht und für eine lockere Stimmung gesorgt.

Die nächsten Tage habe ich viel Zeit mit einem deutschen Mädchen verbracht, die ebenfalls mit GLS in Worthing ist und mit der ich vorher schon über WhatsApp Kontakt hatte. Am Anfang war ich sehr aufgeregt, jemanden zu treffen, den ich nicht kenne und noch nie gesehen habe. Aber das ist einer der hilfreichen Tipps, die mir mit auf den Weg gegeben wurden: Trau dich, neue Dinge auszuprobieren, auf Menschen zuzugehen , auch wenn du sie nicht kennst und denk dir einfach, dass du die Chance nie wieder haben wirst. So absurd es klingen mag, aber du lebst nur einmal, also trau dich. Im Endeffekt kannst du an nur gewinnen! Und über meinen Schatten zu springen hat sich gelohnt. Wir verstehen uns sehr gut. Sie zu kennen machte meine Tage abwechslungsreich und gemeinsam konnten wir die Stadt und die neue Umgebung erkunden. 

Am Wochenende kamen dann meine zwei Gastschwestern (aus Italien und Brasilien). Ich habe mich sehr auf ihre Ankunft gefreut, weil ich dann gleichaltrige Gesellschaft im Haus hatte. Das ist meiner Meinung nach ein sehr großer Vorteil, weil man gemeinsam etwas unternehmen kann und nicht alleine ist. Denn was am Anfang für mich belastend war, war die Langeweile.

In Deutschland bin ich sehr gerne unterwegs mit meinen Freunden und bin an der frischen Luft. Hier war aber alles noch sehr neu und ungewohnt. Ich bin hier morgens joggen gegangen, aber die Zeit, bis ich das deutsche Mädchen getroffen habe, hat sich ein bisschen gezogen und ich musste mich sehr ablenken, um kein Heimweh zu bekommen.

Aber jetzt, wo Abläufe langsam zur Routine werden und ich einige Wege schon ohne Google Maps zurücklegen kann, wächst ein Gefühl vom Angekommen-Sein. Morgen ist dann mein erster Tag in der Schule und ich bin schon sehr gespannt, wie das wird.

Eine sehr süße Shopping Passage in Worthing

Das spricht eigentlich für sich, aber was ich nicht wusste: Es ist so wunderschön, sehr nah am Meer zu leben und von Möwenschreien geweckt zu werden. Fühlt sich an wie Urlaub!

Das sind sehr typische Häuser an der Strandpromenade.

Da sieht man Worthing vom Worthing Pier aus. Hier ist gerade „high tide“. Bei „low tide“ gibt es mehr Sandstrand. 

Heute war in Worthing eine kleine Ausstellung im Park mit lauter Oldtimer Minis.

Das ist das Worthing Pier, das wie ein langer Steg ins Wasser reicht.

Hier war eine öffentliche Vorstellung des städtischen Theaters mit vielen Zuschauern.

Das ist ein kleiner Park, sehr nah an meinem Zuhause. Hier spielen sie auch eine sehr beliebte Sportart, die sich Boule nennt. Der ein oder andere kennt das wahrscheinlich auch aus Deutschland.