Montreal - ein französisches New York

In Montreal kannst du als Austauschschüler/in sowohl englisch- als auch französischsprachige Schulen besuchen. Montreal ist eine wirklich coole Stadt - hier ein kleines Stadtportrait.

Mein Name ist Karola Machalett und ich bin beim GLS Sprachenzentrum in Berlin unter anderem für die französischsprachigen bzw. bilingualen High School Programme in Kanada zuständig. Ende September war ich eine Woche lang auf Dienstreise in Kanada und habe dort unsere Partner in Montreal besucht sowie einige Schulen vor Ort besichtigt. 

Vor fast acht Jahren war ich schon mal in Montreal, damals mitten im Winter, im eiskalten Januar, wo entsprechend viel Schnee lag und sogar der Sankt-Lorenz-Strom zugefroren war. Auch im Winter ist Montreal faszinierend, aber ich war doch froh, die Metropole nun mal von ihrer wärmeren Seite kennenlernen zu dürfen. Während die Montrealer Straßen im verschneiten Winter nämlich oft leergefegt sind, sieht man im sonnigen Spätsommer eine Unzahl von jungen Menschen in und vor den Cafés, joggend im Parc du Mont-Royal oder durch die vielen kleinen Boutiquen, Plattenläden oder Büchereien flanieren.

Montreal ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz Quebec. Quebec ist offiziell rein französischsprachig, auch wenn z.B. in Montreal auch viele englischsprachige Menschen leben. Das bedeutet, dass in Montreal alle offiziellen Schilder auf Französisch angebracht sind. So steht auf diesem Schild eben „pas de bicyclette“ anstatt „no bikes“. Interessant ist dabei auch, dass man in Frankreich „pas de velo“ sagen würde, also ein anderes Wort für Fahrrad verwendet.

Aber keine Sorge – auch wenn euer Französisch vielleicht noch nicht so gut sein sollte: In Montreal kommt ihr auch total gut mit Englisch durch. Fast jeder spricht fließend Englisch und kann problemlos vom Französischen ins Englische wechseln. Überhaupt ist Montreal eine sehr offene, lebenswerte Stadt. Es gibt genau wie in New York verschiedene Viertel, die von einer bestimmten Kultur geprägt sind, sei es die italienische, die chinesische oder auch die jüdische. 

In dem Viertel, in dem ich gewohnt habe - Mile End - gab es zum Beispiel eine große jüdische Community, was man besonders am Shabbat, also am Samstag, gemerkt hat, wo mir auf der Straße viele festlich gekleidete orthodoxe Juden begegnet sind. Und genau wie in dem Jewish Quarter in New York gibt es auch in Montreal viele kleine Bagel-Bäckereien, die zum Teil weit über die Stadtgrenzen hinaus berühmt sind.

Wirklich begeistert hat mich die viele Streetart in Montreal. So viele Häuserwände, an denen es kleine oder größere Kunstwerke zu bestaunen gibt. 

Hier wurde gleich eine ganze Häuserwand angemalt.

Toll fand ich auch dieses Kunstwerk, das über einem Parkplatz thronte.

Neben der künstlerischen Ader Montreals hat mir vor allem die Auswahl an sehr guten Restaurants und Imbissen gefallen. Hier bin ich dem Tipp einer Montrealerin gefolgt und habe eine japanische Ramen in einem Imbiss gegessen, der zu einer regelrechten Pilgerstätte geworden ist. Man muss Schlange stehen, um eine der begehrten Ramensuppen zu bekommen.

Frisch gestärkt lässt es sich auch gleich viel leichter auf den Mont Royal hochlaufen, dem Namensgeber von Montreal. Gerade sonntags und bei schönem Wetter scheint ganz Montreal hier unterwegs zu sein. Und natürlich auch viele Touristen, die sich vor der Kulisse der Metropole fotografieren.

Und so sieht die Stadt aus, wenn die Touristen nicht den Blick verstellen.

Fast noch besser als dieses Panorama haben mir die vielen kleinen Straßen gefallen, durch die man sich stundenlang treiben lassen kann. Hier sind mir vor allem diese schönen Montrealer Stadthäuser aufgefallen, die fast immer einen Balkon haben und auch ansonsten ziemlich gemütlich wirken.

Aber auch die oft schmalen Türen mit den hohen Hausnummern fand ich bemerkenswert.

Falls du auch Lust bekommen hast auf diese spannende Großstadt und gerne ein paar Monate eine Schule im Bezirk Montreal besuchen möchtest, freuen wir uns auf eine Anmeldung von dir.