Meine Highlights in Quebec

Meine fünf Monate in Quebec sind leider viel zu schnell vorbeigeflogen! Jetzt bin ich schon seit einer Woche in der Schweiz und würde am liebsten sofort wieder in mein Gastland zurückkehren, obwohl Quebec momentan in einer riesigen Hitzewelle steckt! Ich habe in diesem Semester so viel erlebt und gelernt! Die Highlights, die ich mit euch teile, sind nur wenige von vielen unvergesslichen Momenten, die ich erlebt habe.

Schon am ersten Wochenende nach meiner Ankunft bin ich mit meiner Gastschwester Lara, auch eine Austauschschülerin (aus Brasilien), im Nationalpart in der Nähe underes Hauses Schneeschuhlaufen gegangen. Unsere Gastfamilie musste uns wegen eines Notfalls an diesem alleine lassen. Zum Glück hatte ich Lara. Wir waren beide erst vor wenigen Tagen angekommen und hatten noch kaum das Haus verlassen. Es war eine richtige Herausforderung, mit den vielen Stassen in unserer Stadt St. Bruno den Eingang des Parks zu finden! Unsere Lösung: Bei jeder Kreuzung einfach links abbiegen...Und tatsächlich haben wir es geschafft! Von da an habe ich jedes mal diesen Weg genommen, wenn ich im Nationalpark spazieren gegangen bin. 

Meine Schule hat im WInter einen Skitag auf dem Mont Trembland organisiert, und ich habe mich mit Alenia, einer anderen Austauschschülerin aus Deutschland angemeldet. Wir hatten eine sehr schöne Zeit und das Wetter war wunerschön, aber die Pisten waren natürlich nicht mit denen in der Schweiz vergleichbar. 

Wir hatten sogar noch einen weiteren Skitag in Vermont auf dem Jay Peak. Es waren wunderschöne Verhältnisse, aber noch immer nicht mit den Alpen vergleichbar....

Maple everything!!! Bis zu diesem Tag hatte ich Ahornsyrup nur auf Pancakes gesehen. Beim Ausflug zum cabanne à sucre mit meinen Gasteltern habe ich vermutlich so viel gegessen wie noch nie. Und alles war natürlich mit Syrup bedeckt!

Ein richtiges Highlight in Montreal waren die vielen verschiedenen Wandmalereien, die man in der Stadt sehen kann. Überall sind Wände mit bunten Farben und kreativen Bildern bedeckt. 

Auch den Kanadischen Eishockeystolz habe ich in Montreal erlebt. Ich hatte sogar die Möglichkeit, ein Spiel der Montreal Canadians im Bell Centre live mitzuerleben. Leider hatten sie dieses Jahr keine erfolgreiche Saison und haben das Spiel, wenn auch nur ganz knapp nach Verlängerung, verloren. Es war auf jeden Fall ein aufregendes Spiel.

Die Queues de Castor oder auf Englisch BeaverTails findet man überall in Kanada. Sie sehen aus wie dicke, fritierte crèpes. Der Name kommt von der Form, die ähnlich der eines Beiberschwanzes ist. 

In Montreal wird es nie langweilig. Es gibt unglaublich viel zu sehen! Auf diesem Foto stehen Alenia und ich vor dem Oratoire Saint-Joseph du Mont-Royal, die grösste Kirche Kanada's mit einer der grössten Kuppeln weltweit. 

Der Mont-Royal war vermutlich meine Lieblingsstelle in der Stadt. Obwohl man vor lauter Treppensteigen schnell mal ins Schnaufen kommen kann, lohnt es sich für die spektakuläre Aussicht. Als ich im Winter das erste mal den Berg hochgestiegen bin, war vor lauter Nebel von der Stadt nichts zu sehen. Ich hatte aber noch viele Gelegenheiten, den Ausblcik zu bewundern. Eine sehr schöne Erinnerung ist für mich ein Picknick, das ich mit meinen zwei besten Freundinnen auf dem Mont-Royal am Abend gemacht habe und wir danach die Stadt im Dunkeln betrachten konnten.  

Meine Reise nach Toronto mit Lara war ein Tag, den ich nie vergessen werde. Wir haben alle Highlights und Hauptattraktionen in einem Tag gemacht. Am Ende des Tages waren wir über dreissig Kilometer gelaufen. Was ich am meissten genosse habe war die Freiheit, die wir hatten. Wir waren zu zweit in dieser riesigen Stadt und konnten machen, was wir wollten!

Für unsere Reise nach Niagara hätten wir keinen schöneren Tag erwischen können. Dadurch war die Dusche im Schiff unter dem Wassserfall sehr erfrischend. Die Bootsfahrt auf dem Hornblower war unvergesslich. Man konnte die riesige Kraft des Wassers richtig spüren. 

Mein letzter Abend in Kanada war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist: Ich durfte zum Prom. Hier in Montreal hiess es Ball de finissants. Aber es ist dasselbe wie der bekannte Abschlussball in den USA. Die Vorbereitung hat richtig viel Spass gemacht, vor allem, das perfekte Kleid zu finden. Meine Gastmutter hat meine Nägel für mich lackiert und mich geschminkt. Meine Haare habe ich bei einem Friseur machen lassen. Der Abend war märchehaft. Wir hatte ein gutes Abendessen, haben Spiele gespielt, Fotos gemacht und den Abend durchgetanzt. Einen besseren Abschluss meines Semesters hätte ich mir nicht wünschen können!