Mein Englisches Leben

7 Wochen in England in einer Gastfamile, so unrealistisch wie es schien habe ich viel erlebt und es war eine unvergessliche Zeit, deshalb hier eine kleine Zusammenfassung. : D

Nach einigen letzten Treffen mit meinen Freunden und einem Familienurlaub kam der Tag, der 02.06.18, an dem mein Flieger nach England startete. Obwohl ich mich schon von allen verabschiedet hatte, habe ich erst im Flughafen realisiert, dass ich jetzt wirklich für 7 Wochen in einem anderen Land in einer Gastfamilie leben werde. 

 

 

Angekommen in England, habe ich meine Gastfamilie kennengelernt, die aus meinen Gasteltern und derren 2-jährigen Sohn bestand. Ich habe mich gut mit ihnen verstanden und sie haben mir gleich alles, was ich wissen muss, erklärt. Am Montag ging es dann schon in die Schule. Nachdem ich meine Schuluniform bekommen hatte wurde ich mehr oder weniger, ausgerüstet mit Stundenplan und Raumplan, einfach in den Unterricht gesetzt. Meine Mitschüler haben mich dann zu den jeweiligen Stunden mitgenommen und innerhalb von 2 Wochen habe ich die Räume gekannt und das System von Schulstunden, Pausen, Kiosk und Freizeitangeboten verstanden.

 

In der 2.Woch habe ich dann angefangen Exeter zu erkunden und mich mit Freunden in der Stadt zu treffen. Auf dem Bild sieht man the quay, wie die Engländer es nennen, wo man gut einen Nachmittag mit Eisessen oder Tretbootfahren verbringen kann. 

Aber Exeter (ca.20 min von dem Haus meiner Familie entfernt) hat auch einige Shops und Sehenswürdigkeiten, die ich mir angeschaut habe. (Vor allem natürlich die Kleidungsläden ;) ) 

 

Bei dem Treffen mit meiner Ansprechpartnerin vor Ort, habe ich dann auch andere Austauschschüler kennen gelernt und bei einem Fay (= fun day) an dem wir nach dem Treffen waren, haben wir uns dann zur Fußball WM passend schminken lassen. (Hat nur leider nicht zum Sieg verholfen)

Exeter erkundet, bin ich in andere Orte per Bus gefahren, wie Starcross, Dawlish oder Torquay wie hier. 

  Auch wenn ich unter der Woche täglich etwas mit Engländerinnen unternommen habe, bin ich an den Wochenenden doch eher alleine unterwegs gewesen. Hier in Plymouth war ich mit einer anderen deutschen Austauschschülerin, die ich durch meine Ansprechpartnerin kennengelernt habe.

Da ich am Ende vom Schuljahr gekommen bin, hat meine Schule viele Attraktionen angeboten wie die ExeValleyChallenge bei der ich freiwillig mitgeholfen habe oder ExeValleyExtreme bei der ich selbst mitgemacht habe. Es ging darum in zügigem Tempo am Flussufer entlang zu laufen und in Vierer Teams verschiedene Challenges zu bewältigen. Dabei musste man von einem Turm springen, klettern, blind Kanufahren, über einen Fluss auf der Slackline laufen und ähnliches.

(Ja, ein sehr schönes Bild ;D )

Auch das Meer war nicht weit weg und vom Riesenrad aus hatte man einen schönen Blick über Exmouth. In England war gerade eine Art Hitzewelle weswegen Strand, Volleyball, Meer und eine 17kg schwere Wassermelone perfekt passten. 

Auch die Enrichmentweek stand an (soz. eine Projektwoche von der Schule) bei der ich für 3 Tage in London war. Das LondonEye und eine Bootstour durften natürlich nicht fehlen aber auch 2 Theaterbesuche waren dabei. Aber das war alles nur nebensächlich, denn wir fuhren zudem in die WarnerBrosStudios von Harry Potter mit allen möglichen Ausstellungsstücken die im Film vorkamen und bei den Dreharbeiten verwendet wurden. Hier die Winkelgasse aber auch der Zug 9 3/4 oder der Gryffindor Gemeinschaftsraum konnte neben vielem vielem anderen gesehen werden. .

Neben allem vielleicht auch mal meine normale Tagesrhythmus. Ich bin immer in etwa um 7:20 aufgestanden und habe meinen Bus um 7:50 zur Schule genommen. Viertel nach 8 angekommen, habe ich erstmal eine halbe Stunde gewartet, bis der Unterricht bzw. die Tutor-Stunde  los ging. Um 15:15 war dann Schulschluss und ich bin dann meistens mit Freunden in die Stadt gefahren, war dort shoppen oder Abendessen. Bevor ich dann wieder mit dem Bus 35min  nach Hause gefahren bin. Hausaufgaben oder Lernen gab es dort kaum.

Ich habe in den 7 Wochen viel erlebt. Ich habe Freunde getroffen mit denen ich immer noch in Kontakt stehe und die mir geholfen haben die Sprache und Lebensart kennen zu lernen. Ich habe die englischen Essensgewohnheiten und das Familienleben kennengelernt. In dieser Zeit bin ich viel alleine in verschiedenen Städten unterwegs gewesen und habe auf eigene Faust alles entdeckt.  Ich bin zurecht gekommen in einer fremden Umgebung und Sprache und werde nie vergessen wie viel ich gelernt  habe.

Während meinem Rückflug wusste ich nicht ob ich traurig sein soll, weil ich zurück fliege, oder glücklich weil ich meine Familie und Freunde wieder sehe.

 Ich würde einen Austausch jeder Zeit wieder machen, nur vielleicht das nächste Mal länger.