3 Tage in Bonito -- sehr Bonito

Heute bin ich auf den Tag genau 9 Monate und 5 Tage hier und in 2 Monaten und 14 Tagen muss ich auch leider schon wieder zurück nach Deutschland, ich möchte am liebsten garnicht darüber nachdenken was sicher auch was damit zu tun hat, das ich jetzt fast alle 2 Wochen verreist gewesen bin und dieses Mal ging es für mich auf nach Bonito, eine Stadt mehr oder weniger 4 Stunden Autofahrt entfernt von Campo Grande im Bundesstaat Mato Grosso do Sul.

Im Brasilianischen Sommer ( besonders Oktober, November) ist Bonito ein echter Touristenmagnet doch auch jetzt im April hatte ich eine großartige Zeit, dank meiner Gastfamilie, und musste mich auch nicht mit den dort üblichen 35 Grad herumschlagen die im Sommer dort normal sind. Täglich 28 bis 30 Grad haben mir auch schon gereicht. Bonito bedeutetet übrigens hübsch oder schön und so war meine Zeit dort auch.

(Auf dem Bild ist übrigens der Landeanflug auf den Flughafen Congonhas in Sao Paulo zu sehen)

In Campo Grande bin ich übrigens gegen 21 Uhr angekommen und am nächsten Morgen gegen 3 Uhr morgens aufzustehen und mich auf den Weg nach Bonito zumachen. Dort fing das Abenteur auch schon an und ich besuchte den Buracao das Araras, was wie ihr auf einem der Bilder sehen könnt ein Schlund ist, in dessen Löchrigen Wänden sich die Araras einninsten. Da wir nicht zur Brutzeit gekommen sind, waren weitausweniger Araras sichtbar aber dennoch war es einfach richtig cool die Vögel in freier Wildbahn zu bestaunen. Am  Abend war ich dann noch mit meiner Gastfamilie im Zentrum von Bonito und was in Campo Grande die Araras sind, sind hier die Fische.
 

Diese Fotos hab ich nicht selbst geschossen, sondern meine Gastfamilie hat mir freundlicherweise die zur Benutzung Bilder zukommen lassen

Auch am nächsten Morgen hieß es zeitig aufstehen, denn es ging auf zur Gruta do Lago Azul.

Aufgrund der Lichtverhältnisse erstrahlt das Wasser in einem fast unwirklichen Blau. Schwimmen kann man darin leider nicht, da in dem Wasser eine besondere Art Shrimps lebt. 

Nach dem doch etwas sportlichen Morgen (300 Stufen aufwärts um die Höhle zuverlassen) und einen leckeren Mittagessen ging es dann zum Aquario Natural, einem jetzt kommts'  natürlichen Aquarium wo man umgeben von hunderten Fischen im kristallklaren Wasser Bonitos schnorcheln kann

Auch Affen und sogar zwei Krokodile habe ich gesehen.

Und auch am Abend wurde es dann nochmal abenteuerlich, denn ich besuchte das Projeto Jiboia, einem Aufklärungsprojekt über die Schlangen in Brasilien. Oftmals werde diese vielleicht nicht wirklich ästhetisch ansprechenden aber dennoch unerlässlichen und vorallem überaus nützlichen Zeitgenossen einfach getötet - aus Angst und Unwissenheit. Diese konnte aber dann während des eineinhalbstündigen Vortrages überwunden werden und zum Schluss konnte man dann noch ein Foto von sich mit der Schlange im Nacken schießen.

Am Samstag brach auch schon mein letzter Tag in Bonito an aber bevor ich mich verabschieden musste, hatte ich die Gelegenheit noch nocheinmal so richtig in die traumhafte Natur Bonitos einzutauchen, denn ich nahm an einer gut 4stündigen Tour zu einigen der schönsten Wasserfälle Bonitos teil und am größten Wasserfall in Mato Grosso do Sul enden sollte, der sich Boca da Onca also Maul des Panthers nennt. Am Ende hieß es dann nocheinmal sportliche Angstrengung, denn wir mussten circa 900 Stufen erklimmen um die Tour zu beenden und wurden dann mit einer unglaublich schönen Aussicht belohnt. 

 

Bonito ist übringens Hauptstadt des Öko-Tourismus.

Habt ihr in eurem Leben schonmal so atemberaubend schönes Wasser gesehen?

Die Belohnung dafür das ich 900 Stufen bei 31 Grad aufgestiegen bin war übrigens diese wundervolle Aussicht.

Hier das Maul des Panthers in all seiner Pracht.

Nach einem typisch brasilianischen Mittagessen am Ende der Tour hieß es dann auch leider Abschied nehmen von Bonito auch wenn mir jetzt schon klar ist, das wenn ich das Glück haben sollte eines Tages wiedermal Brasilien zu besuchen so werde ich aufjedenfall einen Abstecher nach Bonito machen

Auf dem Rückweg fuhren wir übrigens durch das Pantanal wo man normalerweise so ziemlich alle typisch brasilianischen Tiere antreffen kann, aber da wir uns außerhalb Brut und Paarungszeit befinden war nicht so viel zu sehen.

Ich weiß auch nicht wieso aber der Fels auf dem Bild hat mich sehr stark an den Uluru sprich Ayers Rock in Australien errinnert.

Ich verbrachte dann noch einige schöne Tage in Campo Grande bevor ich mich wieder auf den Rückflug nach Belo Horizonte machte. Ich hatte wieder einmal tolle Tage voller Abenteur erlebt, dank meiner Gastfamilie die sich die Zeit nimmt mir das Land in dem nun schon neun Monate leben zu zeigen und somit besser kennen zulernen.  

Wusstet ihr Campo Grande mit einer Freiheitsstatue sowie auch einer Modell des Eiffelturms aufwarten kann?