Ich war von Oktober bis Dezember 2025 auf einem Austausch in Mérignac, einem Stadtteil von Bordeaux, am Atlantik. Das Ziel war, meine Französischkenntnisse zu verbessern. Dadurch, dass ich in Deutschland auf einem deutsch-französischen Gymnasium bin, hatte ich schon eine ganz gute Basis, doch es fiel mir schwer, mich auszudrücken und richtige Gespräche zu führen. Nach nur zwei Monaten, in denen ich ausschließlich Französisch sprechen musste, haben sich meine Schulnoten deutlich verbessert und Französisch ist mir sehr viel vertrauter geworden.
Gleich, nachdem mich die Familie vom Flughafen abgeholt hatte, sind wir zu der “Dune du Pilat” gefahren, die größte Düne Europas. Generell war die Familie sehr nett und hat viel mit mir unternommen. Ich hatte eine Gastschwester in meinem Alter, mit der ich mich gut verstanden, aber aufgrund verschiedener Interessen nicht viel Zeit verbracht habe.
In den Herbstferien waren wir in der ersten Woche in Paris und in der zweite Woche in den Bergen, “Les Pyrénées”, wandern. Sonst haben wir unter der Woche oder am Wochenende kleine Fahrradtouren gemacht oder zum Beispiel Bordeaux besucht, wo wir in der längsten Fußgängerzone Europas shoppen waren.
Am ersten Schultag - das Bild oben zeigt meinen Schulweg - war ich natürlich etwas nervös, aber am nächsten Tag kannte mich schon gefühlt die halbe Schule und relativ bald hatte ich neue Freunde gefunden, mit denen ich ab und zu auch etwas unternommen habe. An das Schulsystem musste ich mich erst etwas gewöhnen, weil die Schule einem den ganzen Nachmittag raubt, da der Unterricht bis 17 Uhr geht (am Mittwoch nur bis 12 Uhr) und der Unterricht sehr streng und frontal ist. Mit der Zeit war es aber ok und als ich zurück in Deutschland war, ist mir dafür hier die Schule sehr viel einfacher gefallen. ;-)
Das Beste am ganzen Austausch waren aber wohl die Nachmittage, an denen ich Fußballtraining hatte! Mit etwas Glück durfte ich bei Sport Athlétique Mérignacais (SAM) trainieren und am Wochenende sogar bei drei Spielen mitspielen. Die Mannschaft hat mich direkt sehr nett aufgenommen, das Training war anspruchsvoll und ich hatte einfach generell viel Spaß. Dass meine Gastfamilie zu den Spielen am Wochenende zum Zuschauen gekommen ist, fand ich super.
Alles in allem kann ich so einen Aufenthalt auf jeden Fall empfehlen! Ich war zwar "nur" zwei Monate weg, aber mir macht der Französischunterricht jetzt viel mehr Spaß und mit ein paar Leuten bin ich auch immer noch in Kontakt.