Zhengzhou, China - der Schulalltag beginnt

So, nach der 1wöchigen Orientierung haben sich die 5 GLS Teilnehmer in Zhengzhou so gut eingelebt, dass ich sie am Dienstag leichten Herzens “allein” mit Phillip und Tofu lassen konnte und weitergereist bin. Zum Abschied haben wir zusammen mit Xiao Xiao, Phillip und Lance (einem chinesischem Sportstudenten) in einem Hot Pot (Fondue) Restaurant der Kette “Little Sheep” gegessen.

So, inzwischen haben sich die 5 GLS Teilnehmer am Schüleraustausch China Programm in Zhengzhou so gut eingelebt, dass ich sie am Dienstag 30.8. leichten Herzens “allein” mit Phillip und Tofu lassen konnte und weitergereist bin. Zum Abschied haben wir zusammen mit Xiao Xiao, Phillip und Lance (einem chinesischem Sportstudenten) in einem Hot Pot (Fondue) Restaurant der Kette “Little Sheep” gegessen. 

Wenn im Hot Pot Restaurant Nudeln bestellt werden, schwingt der Show-Koch den Frischteig so lange akrobatisch rum, bis er duenn genug ist, um doppelt und vielfach zusammengelegt zu werden und als Nudeln im Hot Pot zu landen.

 

Das ist gerade superangesagt in China, was man auch daran sieht, wie riesig die Restaurants sind. Ich schaetze in dem Laden, in dem wir waren, gab es mindestens 100 12-Personentische. Wie ueberall in China, war unzaehlig viel Personal ready to help und natuerlich gab es ca. 10 Kindercomputer, an denen die Kinder sassen, weil die Eltern Stunden beim Hot Pot zubringen. Jeder Gast bekommt eine alberne Schuerze um, damit die eigenen Klamoten von Flecken verschont werden.

Leider waren die Maedchen nicht mit, weil sie muede waren und  es sich im Internatsbett gemuetlich gemacht hatten. Niklas und Nikolas kamen etwas spaeter, wei sie vorher mit Lance in einem Fitnessstudio einen Vertrag abgeschlossen haben. Sie waren gluecklich ueber ein Schnaeppchenangebot von 1500 RMB fuer 14 Monate und weil das Studio viel sauberer, naeher an der No 9 High School und fuer ihren Geschmack besser war, als das erste, das sie sich am Samstag angeschaut hatten. Ueberhaupt sind “unsere” 5 in den vergangenen 4 Tagen schon so selbstaendig, sicher und entspannt geworden, dass es eine Freude ist, das zu sehen. Die Maedchen waren an einem Abend spontan allein Tanzen, weil auf einer Freiflaeche, an der sie vorbeikamen, Musik spielte, die ihnen gefiel. (Das ist eine echte Eigenart in China: Die Leute treffen sich einfach in Parks, auf Plätzen oder am Strassenrand und tanzen völlig weltvergessen und insbrünstig zu Jazz, Walzer- oder Tanzmusik oder auch zu unsäglichen Songs wie "Ein Bett im Kornfeld" - echt wahr.)

Alle GLS Teilnehmer "koennen" jetzt Bus und Taxifahren; Brot oder Snacks kaufen; die Maedchen haben Spass am Kalligraphieunterrricht, den Tufu am Sonntag spontan organisiert hatte; die Jungs spielen in jeder freien Minute Fuss- oder Basketball. Am Sonntagabend waren schon Bowlen,

Wir haben auch das  Museum of Henan besucht. "Unsere 5" haben die Bedingungen im Internat klaglos akzeptiert, haben jetzt eine chinesische Telefonnummer, trauen sich bei lokalen Garkuechen zu essen,

haben sich am Montag freiwillig fuer vier anstatt zwei Stunden Chinesischunterricht entschieden, weil sie echt motiviert sind, so schnell wie moeglich sprechen und verstehen zu koenen und und und. Ach ja, fast haette ich es vergessen – an seinem Geburtstag am Sonntag hat Niklas sich getraut, einen gegrillten Skorpion zu essen und Klara und Nikolas haben Wuermer und Grashuepfer gekostet!!! Insofern kann der Schulalltag beginnen. Ich wuensche allen, dass alles so problemlos weitergeht und die Begeisterung dauerhaft wird. Ich wuensche ihnen auch, dass sie schnell chinesische Freunde finden. Die Motivation der 5 ist wirklich beeindruckend und ich bin sicher, dass sie dadurch und mit fleissigem Lernen richtig gute HSK Test Ergebnisse schreiben.

Ich selber bin am Dienstag nach Guilin in den Sueden geflogen und von dort nach Yangzhou, der schoensten Gegend Chinas weitergefahren.

Bei immer noch subtropischen 39 Grad gibt es hier diese unzaehligen, begruenten Kalksteinberge in witzigen ungewoehnlichen Formen und ganz viele Fluesse, Seen und Natur. Hier zeigt China seine traumhaft schöne Seite, die das extreme Gegenteil der Stadtlebens ist. Ich habe hier unter anderem einen Kochkurs gemacht, mir eine Fußmassage gegönnt, habe mich auf Bambusflössen sanft den Fluß Li hinuntertreiben lassen udn und und. Die Partnerorganisation School Year in China hat fest zugesagt, dass unsere 5 Teilnehmer auch einen Ausflug nach Yangshuo unternehmen werden. Darauf koenen sie sich jetzt schon freuen. Bevor ich schon echt cool.

Auffällig und etwas nervig ist, dass chinesische Jugendliche mich als Westlich-Aussehende ständig auf englisch angequatscht haben, um Englisch zu üben. Mit diesen drei Mädchen bin ich sogar spontan auf deren massives Betteln zu einer Teezeremonie gegangen...

Die Zeeremonie, war, wie sich später rausstellte, nicht kostenlos wie in Zhengzhou, sondern hat pro probierten Tee, pro Person 54 Yuan (rund 5,50 EUR!!!!) gekostet hat. Wir hatten 6 Tees und waren danach sowohl geschockt als auch blank. Immerhin habe ich hier gelernt, dass die Kröte keine Kröte sondern dieTeegottheit ist, der man den ersten Schluck widmen soll.

  

Der Sonnenschirm ist eindeutig ein Accessoire der chinesischen Mädchen und Frauen, das im Sommer extrem wichtig ist. Schließlich will man sich ja einen möglichst blassen Teint bewahren. Diesbezüglich habe ich sehr gut nach China gepasst. Insgesamt hat es mir wirklich gut gefallen. Bestimmt war ich nicht das letzte Mal in China.

>>> Mehr über das GLS Programm: High School Schüleraustausch in China