Trinity School – eine christliche Schule am Meer

Die Trinity School ist eine christliche Schule, die viel Wert auf die Integration ihrer internationalen Austauschschüler legt. Es gibt eine große Auswahl von Clubs nach der Schule und tolle Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung. Wie der Name schon sagt, ist die Trinity School eine christliche Schule, und wenn du mit Religion so gar nichts am Hut hast, ist sie vielleicht nicht das Richtige für dich. Drei Mal in der Woche neben die Schüler an einem halbstündigen Gottesdienst teil und jeden Sonntag an einer längeren Andacht. Wie am Ende dieses Flurs stößt man immer wieder auf christliche Symbole.

Dennoch handelt es sich bei weitem um keine strenge religiöse Schule, und auch wenn die Gebäude schon etwas älter sind, spielen moderne Medien auch hier eine Rolle. So gibt es überall in Schule und Internat W-lan und natürlich auch einen Computerraum – mal zur Abwechslung im Harry Potter Ambiente:

Auch in einigen Klassenräumen stehen Computer zur Verfügung.

Der Kunstraum, wie an den meisten Schulen mein Lieblingsraum, ist hell und lichtdurchflutet, und die Kunst durchaus schrill.

Kunstlehrer Patrick berichtet von einer tollen Kunstausstellung, die seine Schüler in der Klax Kinderkunstgalerie in Berlin ausgerichtet hätten, und Berlin sei überhaupt seine Lieblingsstadt.

Ein weiterer wichtiger Raum der Schule ist die gemütliche Bibliothek.

Durch die Schule geführt wurde ich von zwei Schülern der Mittelstufe (year 11), Lee aus Hongkong und Amy aus England, die Ende diesen Jahres ihre GCSE Prüfung machen werden. Das GCSE (General Certificate of Secondary Education) ist ein Zweijahresprogramm (year 10 und 11), das mit dieser Prüfung abschließt – aus diesem Grund werden neue Schüler oder Gastschüler an den meisten Schulen entweder in year 10 oder nur in den ersten Teil von year 11 aufgenommen. In der Mittelstufe trägt man noch Uniform wie die beiden Schüler auf dem Foto zeigen bzw. kannst du die Uniform aus den Jahren 7 bis 9 auf dem Foto darunter sehen:

in der Oberstufe tragen alle Schüler dann Business Outfit, also normalerweise Anzug oder Kostüm in einer gedeckten Farbe (ausführliche Informationen dazu findet man auf der Schulwebseite).

Bei unserem Rundgang über das Schulgelände erzählte Lee, dass er sich besonders schnell durch seine Teilnahme am CCF integriert hätte, und auch Amy berichtete begeistert von den tollen Aktivitäten. CCF steht für Combined Cadet Force, eine Jungendorganisation, die durch eine Mischung aus Militärausbildung und Pfadfinderaktivitäten Führungsqualitäten und Teamwork fördern soll und besonders an Privatschulen Teil der Ausbildung ist. Das mag für deutsche Schüler und Eltern etwas komisch klingen, aber tatsächlich kommen die Abenteuercamps und das Training in der Natur bei den meisten Schülern sehr gut an. Hier siehst du z.B. Fotos vom „Survival Training“. Das CCF ist in year 9 (entspricht ca. unserer 8. Klasse) Pflicht, danach freiwillig.

Aber auch außerhalb des CCF kann man sich an der Trinity School viel an der frischen Luft bewegen, wie die Fotos vom Außengelände zeigen:

Zum Schluss des Besuchs ging es zum Kaffee mit Schulleiter Lawrence Coen, der als Sportlehrer an der Schule begonnen hat und noch immer ein sehr persönliches Verhältnis zu seinen Schülern pflegt.

Die Mischung der internationalen mit den britischen Schülern ist ihm sehr wichtig, deshalb wird auf gemischte Lerngruppen und die Teilnahme an sozialen Aktivitäten geachtet. Um zu vermeiden, dass die Schüler sich in ihre Zimmer zurückziehen und Heimweh entwickeln, sind die After-School-Clubs von Montag bis Donnerstag Pflicht, erst ab 17 Uhr darf man aufs Zimmer.

An den Freitagen und Samstagen laufen die Schüler gerne in den Ort hinunter – Teignmouth liegt nördlich des bekannten Seebads Torbay ebenfalls am Meer und verfügt über alle Annehmlichkeiten eines Ferienorts. Hier siehst du eine Straße im kleinen Stadtzentrum und die Seepromenade:

Unten im Ort liegt auch der Bahnhof, von dem man den Zug nach Torbay oder in die Universitätsstadt Exeter nehmen kann (Fahrzeit 15-20 Minuten), auch das dürfen die Schüler mit Genehmigung der Eltern am Wochenende tun. Ausflüge, z.B. ins nahe gelegene Dartmoor oder an die Jurassic Coast mit der berühmten Durdle Door organisiert die Schule natürlich auch.

 

 

Auch wenn Teignmouth in Devon vielleicht auf den ersten Blick etwas abgelegen wirkt: Der nächste Flughafen ist Bristol (90 Minuten mit dem Auto/Transfer), man kann aber auch nach/von London -Heathrow fliegen: Von Teignmouth gibt es einen Direktzug zum Bahnhof London-Paddington, und dort steigt man direkt in den Heathrow Express zum Flughafen, der Transfer zur Schule ist also unkompliziert.

Auf der GLS Website findet ihr alle Informationen zu diesem Internat in England wie auch zum Thema Schüleraustausch generell.