Kan(n)-er-hier oder Kanada

Hallo GLS-Community, heute findet eine Premiere statt: Ich sende Euch meinen ersten Fotoblog und möchte Euch überzeugen, mir über das Weltbürgerstipendium die Chance zu geben, mir einen Traum zu verwirklichen und für mehrere Monate bei einer Gastfamilie in Kanada zu wohnen und dort auf eine High school zu gehen.

Hallo GLS-high school community,

heute findet eine Premiere statt: Ich sende Euch meinen ersten Fotoblog. Wenn ich die Chance bekomme das Weltbürgerstipendium zu erhalten, kann ich mir einen Traum verwirklichen und für mehrere Monate in Kanada auf eine High school gehen.

Die vier Fragen hatten mich anfangs ganz schön verunsichert, da ich nicht über besondere Fähigkeiten verfüge, sondern mich eher als einen „normalen“ Schüler sehe. Ich finde mich aber in der vierten Frage wieder. Je länger ich über diese Frage nachgedacht habe, desto mehr habe ich mich mit dem Begriff „Weltbürger“ identifiziert.

Was verstehe ich unter diesem Begriff?

1. Offenheit und Toleranz: Ich habe mit meinen Eltern schon mehrere Reisen durch Europa gemacht und dabei auch die vielen Unterschiede unserer europäischen Nachbarn kennengelernt.  Gerade diese „Andersartigkeit“ macht für mich den Reiz aus und ich versuche, anderen Menschen, Gebräuchen und Kulturen gegenüber offen und tolerant zu sein.

Das fängt in der Schule bei meinen ausländischen Mitschülern an, geht über den gemeinsamen Sport in meinem Verein bis zu meinen ausländischen Nachbarn. Ich habe bisher viele positiven Erfahrungen im Zusammenleben mit Menschen aus anderen Ländern gesammelt und finde das Zusammenleben sehr spannend.

Auch hatte ich die Möglichkeit an zwei Schüleraustauschprogrammen unserer Schule mit Frankreich teilzunehmen. Das Leben mitten in einer französischen Familie hatte mir sehr gut gefallen und es hat sich mit meinem ersten Austauschpartner eine richtige Freundschaft zwischen unseren Familien entwickelt.

2. Verantwortung übernehmen:  Der Spruch „Think global, act local“ ist zwar etwas übertrieben, aber ich versuche dennoch, danach zu leben. Umwelt- und Klimaschutz sind für mich wichtige Themen und ich versuche, durch den sparsamen Gebrauch von Strom und Wasser einen kleinen Beitrag dazu zu leisten. Auch im sportlichen Umfeld  möchte ich demnächst mehr Verantwortung übernehmen:  Ich bin begeisterter Kajakfahrer und habe gerade meinen Rettungsschwimmer gemacht, um meinen Verein bei der Jugendarbeit zu unterstützen.  Ich glaube, dass es wichtig ist, sich für die Dinge, die einem wichtig sind, sich persönlich einzusetzen.

3. Positives Bild von Deutschland vermitteln: Ich lebe wirklich gerne in Deutschland und ich finde, dass es meinen Freunden und mir richtig gut geht. Die vielen guten Erfahrungen, die ich bisher mit meiner Familie, meinen Freunden, meinen Klassenkameraden, meinen Nachbarn gesammelt habe, möchte ich auch gerne im Ausland wiedergeben. Wir Deutschen gelten ja oft als „steif“ und „zu diszipliniert“. Ich finde, dass es hier oft locker zugeht und wir freundlicher und offener sind, als unser Ruf.

Jetzt komme ich zum zweiten Teil: Warum möchte ich nach Kanada?

Ich war bisher noch nie in Kanada habe allerdings von allen Bekannten, die dort waren bisher nur Gutes über das Land gehört. Die Kanadier sollten unglaublich gastfreundlich und offen sein und es soll sehr leicht sein, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Darüber sollen sich die Kanadier so sicher in Ihrer Umgebung fühlen, dass viele von Ihnen nicht einmal ihre Haustüren abschließen …

Dann noch dieses riesige Land mit so unglaublichen und unberührten Landschaften. Die Bilder, die ich bisher von Kanada gesehen habe, sind wirklich irre.

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Ich finde es auch sehr spannend, dass Kanada zwei offizielle Sprachen hat und durch seine Einwanderer so viele Kulturen vereint.

Auch hat das kanadische Schulsystem einen sehr guten Ruf und ich würde gerne selber herausfinden, ob wir etwas von den Kanadiern „lernen“ könnten.

Zu guter Letzt bin ich ein „Outdoor-Fan“ (Wildwasserkajak und Klettern) und Kanada ist für diese Sportarten ein „Eldorado“.

Jetzt habe ich schon eine ganze Menge geschrieben und überlege noch, was ich über mich noch sagen kann. Ich hoffe, dass die Bilder etwas über mich aussagen:

Meine Familie ist wirklich OK und meine kleine Schwester (13 Jahre) ist oft total witzig. Am besten macht Ihr Euch selbst ein Bild von meiner Familie:

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Ich habe das große Glück, super Klassenkameraden zu haben: Die meisten kenne ich schon aus der Grundschule und wir feiern ganz oft zusammen.

Mit meinen Freunden spiele ich auch gerne bei mir zu Hause Billard oder wir „kickern“ zusammen.

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Ich tanze seit kurzem mit einer guten Freundin und habe total Spaß daran. Hier seht ihr das Bild unseres ersten Abschlussballs:

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Kajakfahren ist meine große Leidenschaft: Da es ja gerade zu frostig ist, um draußen zu paddeln trainieren wir im Schwimmbad. Für Kanada mache ich die Eskimorolle auch gerne einmal ohne Paddel …

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Ich wäre Euch wirklich sehr dankbar, wenn Ihr mich bei meiner Bewerbung für das „Weltbürgerstipendium“ unterstützen könntet. Dafür verspreche ich Euch, dass Ihr über meine Erfahrungsberichte ab September 2011 von mir hört und ich Eure Community gut in Kanada vertreten werde.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und ein tolles, aufregendes Neues Jahr!

Patrick