Australien während der Pandemie

Was gerade auf der Welt passiert weiß denke ich jeder, eine Situation, die so keiner von uns schon mal erlebt hat. Natürlich beeinflusst diese auch meinen Aufenthalt hier in Adelaide. Wie mein Leben hier während der Pandemie aussieht möchte ich näher beschreiben.

In Süd-Australien wurden die Schulen eine Woche bevor die Ferien begonnen hätten geschlossen, um den Lehrerinnen und Lehrern Zeit zu geben sich auf die Eventualität von Online-Unterricht vorzubereiten. Der erste Term wurde also eigentlich in der Schule abgeschlossen. Ich habe mir vorgenommen mich an die Regeln zu halten und die 3 Wochen wirklich zu Hause zu verbringen, weil ich denke, dass wir, wenn wir alle zusammenhalten und die Regeln befolgen, eine größere Chance haben möglichst bald wieder zu unserem normalen Leben zurück zu kehren. Mittlerweile sind die Schulen seit einer Woche wieder offen und ich kann zumindest dort meine Freunde sehen.

In den Ferien habe ich also versucht, mich so gut wie möglich selbst zu beschäftigen, malen, Sport machen oder backen waren alles dinge die ich in meiner Zeit im Haus sehr genossen habe. Fast jeden Tag bin ich auch spazieren gegangen, entweder zum Strand oder einfach in meiner Nachbarschaft. Auf dem Foto zu sehen ist Brighton Beach, welcher nicht weit der Brighton Secondary School liegt. 

Diese Zeit war für mich auch eine gute Gelegenheit meine Gastfamilie noch ein wenig besser kennen zu lernen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Brettspiele, gemeinsames Kochen und Filmabende sind nur ein paar der Aktivitäten, die wir in diesen Wochen gemacht haben. Zu Ostern hatten wir einen wirklich schönen gemeinsamen Tag und ich werde die Erinnerungen, die ich mit diesen Menschen gesammelt habe für immer behalten.

Natürlich habe ich den Kontakt zu meinen australischen Freunden auch nicht verloren, und wir haben fast jeden Tag miteinander gesprochen, egal ob über facetime oder andere Plattformen, in der heutigen Zeit ist es kein Problem mehr den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Auch mit meiner Familie und meinen Freunden zu Hause hatte ich regelmäßig Kontakt und da auch sie zu Hause waren, standen langen Telefonaten nichts mehr im Wege. 

Auch wenn mir hin und wieder langweilig war, fand ich die 3 Wochen in Isolation wirklich nicht schlimm, im Notfall gibt es ja immer noch Netflix…. Ich weiß, dass ich unheimlich Glück habe, in der Situation zu sein in der ich bin, ich habe eine gute (Gast) Familie und ein eigenes Zimmer, andere Menschen auf der Welt leben unter viel schwierigeren Bedingungen und ich bin so froh immer noch hier in Australien sein zu dürfen. Auch wenn die Situation jetzt vielleicht nicht ideal ist oder ich es mir ein wenig anders vorgestellt habe, so bin ich trotzdem wirklich dankbar für alles hier und denke weiter positiv.