”Austauschjahr in China? Wie kommt man denn bitte auf China?!”…

dieser Satz ging mir ehrlich gesagt reichlich auf die Nerven! Nun, ich moechte mal nicht so unhoeflich sein.Ich heisse Serife und bin 16 Jahre alt;die erste Frage,die man mir gestellt hat,als ich erwaehnt habe,dass ich ein halbes Jahr in China verbringen werde,kann man vom Titel entnehmen.

dieser Satz ging mir ehrlich gesagt reichlich auf die Nerven!
Nun, ich moechte mal nicht so unhoeflich sein.Ich heisse Serife und bin 16 Jahre alt;die erste Frage,die man mir gestellt hat,als ich erwaehnt habe,dass ich ein halbes Jahr in China verbringen werde,kann man vom Titel entnehmen.Ehrlich gesagt habe ich mich gefragt,ob diese Menschen Zeitungen lesen oder sich ueberhaupt ueber aktuelle Themen informieren!

Nun denn ,es ist eine lange Geschichte,dessen Ursprung in einem Stadtteil von Bochum begann.Ich bin mit den japanischen Comics,auch Mangas genannt,in Beruehrung gekommen und in einigen Mangas stand Vieles ueber japanische Geschichte bis hin zur heutigen Generation drin.Jedenfalls entwickelte sich durch das Lesen dieser Buecher eine Art Beziehung zwischen Suedostasien,vor allem Japan,und mir.Ich wurde von meinem Erkundelehrer ueber Schueleraustausche informiert und schon wusste ich sofort ,dass ich unbedingt einen Austausch machen musste.

Und wohin?Jetzt duerft Ihr mal raten!!!En tout cas konnte ich mir Japan sofort abschminken,denn Japanischkentnisse waren noetig ,um diese Reise anzutreten und ich konnte kein einziges Wort ausser "konnichiwwa"" sagen.Ich suchte nach weiteren Organisationen und Programmangeboten.Bis ich dann auf China traf.Um dies sofort klarzustellen:Vor ca. 3 Jahren dachte ich,dass China immernoch ein "Billigkonsumland" sei.Aber ich sollte mich irren.

Da mein Vater viel ueber Politik und Wirtschaft weiss, informierte er mich ueber China s wichtige Rolle in der Weltwirtschaft und dass es ein sehr interessantes Land sei,was z.B die Kultur angeht...nun dies kann ich wohl am besten bestaetigen,denn all die Prophezeiungen meines Vaters sind Realitaet geworden!Ich sitze gerade in meinem Zimmer bei meiner Gastfamilie,die im Business District,also im reichsten Viertel in Peking wohnt. Meine Gastfamilie ist ziemlich westlich (!) und sehr herzlich,aber auch ziemlich flexibel,denn sie entscheidet z.B ein Tag vorher,dass sie nach Shanghai fliegen moechte!

Von Montag bis Freitag sind 6 Deutsche und ich im 6.Stock des Internats der Schule untergebracht.Der 6.Stock ist der internationale Stock,d.h. mit uns wohnen noch Koreaner,sehr suesse Koreaner und eine Minderheit von anderen Nationalitaeten wie Japaner.Kein Wunder auch^^Wir lernen hier in Beijing soviel!Sei es die Sprache oder Erfahrungen fuers Leben!Obwohl ich hier erst seit ca. 3 Wochen bin,kann ich die Menschen hier verstehen(das Wichtigste) und sprechen!Mit dem Schreiben happert s ein bisschen, aber ich bin in der Lage die Zeichen wiederzuerkennen!!!

Da wir in einer internationalen Klasse untergebracht sind, haben wir nur Chinesischunterricht und besondere Faecher wie Tai Chi oder Kalligraphie! Man lernt hier wirklich soviel,was man fuer das zukuenftige Leben auf jeden Fall gebrauchen kann!!! Heute ist uebrigens der 1.Oktober,also der Nationalfeiertag der Chinesen und aufgrund dessen werden meine Gasteltern und ich zum Tian anmen Platz gehen...Ihr seht,man muss,um in China ueberhaupt klarkommen zu koennen,FLEXIBEL sein!!!Es macht mich ziemlich fertig,aber lohnen tut es sich trotzdem!!

Meinen Segen habt Ihr liebe Genossen: es lohnt sich nicht fuer einen Europaeer einen Austausch innerhalb der EU oder in den Vereinigten Staaten zu machen,denn der Westen ist der Westen! Mein gegenwaertiges Motto lautet:LOOK EAST!!!

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