Anfang Winter in Kanada und weitere Erlebnisse

Hallo, ich bin Jette und jetzt schon seit ca. 3 Monaten in Saint John (NB), Kanada und habe schon einiges erlebt. In dieser Reportage erzähle ich bisschen über einige dieser Erlebnisse. Wenn ihr mehr Fotos und Informationen über die Stadt und die erste Zeit erfahren wollt, guckt euch gerne auch meine erste Reportage an.

Hier in Kanda habe ich sowohl kanadische als auch internationale Freundschaften geschlossen. Zusammen mit einer Freundin aus Spanien, war ich in einem Café, in dem man "pottery" also zum Beispiel Tassen bemalen kann. An so einem regnerischen Tag, wie diesem, war das eine sehr entpsannte Aktivität und die Tassen sind sehr gut geworden.

 

Die monatlichen Aktivitäten mit den anderen Internationalen Schülern, organisiert von unserer Co-ordinatorin, sind eine gute Möglichkeit, solche Freundschaften zu knüpfen und mehr von Kanada zu sehen. Im November waren wir zum Beispiel bei einem Hockeyspiel der Saint John Seadogs gegen Quebec's Shawinigan Cataractes. Die Stimmung war deutlich anders als bei Fußballspielen zum Beispiel. Es war ein sehr interessantes Erlebnis, da auch in den Pausen immer was los war, wie “Smile Cams” (also wer von den Leuten, die zufällig auf den Bildschirm kamen, hat am besten gelacht und so weiter)

Mit dem Fußballteam an meiner Schule habe ich angefangen Fußball zu spielen. Wir hatten insgesamt nur ein einziges richtiges Training, da dann schon die Regionals begonnen haben. Also haben wir dann immer vor den Spielen bisschen trainiert. Wir hatten ca. zwei mal die Woche Spiele. Nachdem die Fußballsaison zu Ende war, bin ich dem Schwimmteam beigetreten.

In ganz New Brunswick haben Arbeitskräfte der CUPE (also zum Beispiel Busfahrer und Arbeitskräfte der Schule (außer Lehrer)) gestreikt für eine Gehaltserhöhung. Deshalb waren auch die Schulen für ca. 2 Wochen geschlossen und wir hatten online Schooling. Am Tag vor Halloween haben wir in Psychologie über Angst gelernt. Hier nutzen wir auch Microstoft TEAMS. Auch vor dem online Schooling haben wir schon TEAMS in der Schule benutzt, da die Schulen hier dieses Jahr probieren mehr online zu machen, unteranderem um Papier zu sparen und um Nachrichten zu versenden.

Für Online-Schooling haben wir einen verkürzten Stundenplan bekommen, damit wir nicht so lange vor dem Computer sitzen. Also hatten wir Nachmittags keine Videoanrufe mehr sondern nur Aufgaben. Die Zeit haben meine Gastmutter und ich genutzt um eine lange Wanderung zu machen. Wir waren ungefähr 3 Stunden unterwegs durch einen Wald an der Küste entlang. In der Ferne haben wir auch Seehunde gesehen.

Am 30. September war der erste nationale “day of reconciliation” und Orange-T-shirt-day .  “The day honours the lost children and Survivors of residential schools, their families and communities” (National Day for Truth and Reconciliation - Canada.ca). Das orangene T-shirt gilt als ein Symbol dafür. In der Schule haben wir in jedem Fach ein paar Erklärungen angeschaut und darüber gesprochen. In der Mittagspause bin ich dann mit einigen der Schüler auf einen kleinen Spaziergang in den orangenen T-shirts gegangen. (Das Foto ist auf der Instagram Seite meiner Schule: hvhs_nb)

Der Dokumentarfilm meiner Gastmutter hat es in ein Filmfestival geschafft! Das Silverwave Filmfestival fand in Fredericton statt und so sind wir dort hingefahren und haben uns ein paar der anderen (kurz-) Filme angeschaut. Das “Playhouse” war direkt neben dem “New Brunswick Legislative Building” (auf Bild). Ich bin sehr stolz auf meine Gastmutter.

Weihnachtsstimmung kommt hier tatsachlich schon teilweise vor November auf. Nach Halloween laufen in den Läden Weihnachtslieder, die meisten haben schon die ersten Weihnachtsgeschenke gekauft und alles ist festlich dekoriert.

Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich mithelfen will bei einer Weihnachtsfeier für Kinder auf der Arbeit ihrer Mutter. Es hat sehr viel spaß gemacht, wir haben den Kindern beim Basteln geholfen und nachdem die Kinder weg waren, mit aufgeräumt und selber gebastelt.
Wenn ihr ins Ausland geht/ seid und dort gefragt werdet bei etwas mitzuhelfen, kann ich das Empfehlen, weil man dabei immer noch mehr über die Kultur erfährt und Leute kennenlernt. So habe ich zum Beispiel gelernt, dass einige der Kinder hier Haferflocken mit Glitzer oder Streuseln gemischt an Weihnachten vor die Tür streuen als Essen für die Rentiere, während Santa Clause drinnen Kekse bekommt und die Geschenke verteilt.

Zudem habe ich bei einem Food Drive mitgeholfen. Das war ein festlich geschmückter Drive-through für Essens- und Geldspenden. Dort habe ich Freundinnen getroffen und zusammen haben wir das gesammelte Essen in Container gebracht, wo dieses gelagert wurde. Andere haben sich verkleidet, die Leute unterhalten und Stimmung gemacht. Leider war es sehr kalt an dem Tag, so dass man sich zwischen durch immer wieder drinnen aufwärmen musste.

Vor ein paar Wochen hat es zum ersten Mal geschneit und seitdem fast jeden zweiten Tag. Anscheinend war das dieses Jahr früher, als die Jahre zuvor. An dem Tag bin ich dann mit einer Freundin und ihrem Hund spazieren gegangen. Wir hatten jetzt auch schon Temperaturen von ca. -15°C, in der Regel ist es aber noch bisschen wärmer. "Richtig kalt" wird es anscheinend um Januar herum.