Wo sich die Koalas zum Schlafen hinlegen!

Australien. Das andere Ende der Welt.So fern und doch so nah. Lange Sandstrände und die perfekten Wellen. Das gesamte Jahr über Traumtemperaturen. Abends hört man die Dingos heulen und die kleinen Koalas verschlafen den lieben, langen Tag. Hier und dort hüpfen ein paar Kängurus durch die gegen. Tür an Tür mit den freundlichsten Menschen der Welt. So sieht es aus: Die Faszination Australien

Jede Nacht vor dem Einschlafen, kann ich nur noch an eine Sache denken:

Australien.

Endlose Strände.

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(Okay, es ist nicht Australien, sondern Newport Beach Sommer 2009, aber so ungefähr stelle ich es mir vor)

Und das ganze noch unter einzigartigen Palmen

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(Schon wieder nicht Australien, aber es ist ganz in der Nähe, Neuseeland im Winter 2007)

In meinen Träumen entspricht alles dem Idealfall.

Ich habe es geschafft. Ein halbes Jahr in meinem Land der Träume. Über meinen Flug und meine Ankunft am Flughafen Sydney bin ich mir nicht sicher. Der Teil ist wie hinter einem grauen Schleier. Undurchsichtig. Das Haus von meinen Gasteltern ist groß, außerhalb der Stadt und einfach perfekt.

Ich habe eine Gastmutter und einen Gastvater, meine Gastgeschwister varriiren, je nachdem wie ich mich fühle(:.

Wie mein alltägliches Leben aussehen wird, weiß ich nicht. Und ganz ehrlich, die Vorfreude wäre nur halb so schön wenn ich alles schon wüßte. Ich kann es einfach nicht wissen. Es ist unvorstellbar, immerhin lebe ich in einer Kultur die sich mit der in Deutschland nur schwerlich vergleichen lässt.

Aber neben der Freude und dem dringlichen Verlangen die Zeit möge schneller verstreichen, ist da immer noch die Angst. Die Angst vor dem was ich nicht weiß und vor dem was ich weiß.

Was ist wenn ich keinen Anschluss finde?

Was ist wenn meine Familie mich nicht mag?

Was wenn ich mir selbst mal wieder im Weg stehe?

Es gibt Momente in denen die Angst siegt. Momente in denen ich mir denke ob das ganze nicht doch ein Fehler war. Doch diese Momente sind selten, das Glücksgefühl siegt. 

Doch was ist, wenn sie das irgendwann nicht mehr tut?

Was wenn meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden?

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Das bin ich:) Lena, genannt Johnny.

Wohnen tue ich in einem Kleinen Kaff in der Nähe von Köln.

Meinen Drang die große Welt zu sehen, führe ich zu einem darauf zurück, dass es bei uns nicht viel zu sehen gibt und andererseits, weil ich schon als Weltenbummlerkind aufgewachsen bin.

Vor allem meine Mama hat es immer in die Ferne gezogen.

Ich habe schon viel von der Welt gesehen. Ich war in London und bin quer durch Irland getourt. Drei Wochen waren wir bei meiner Schwester in Neuseeland. Ich war in Rom und Paris. In der Normandie und in der Bretagne. Auf diversen kanarischen Inseln und Habe schon ganz Holland durchquert. Sogar Big America ist mir nicht mehr fremd. Ich liebe es zu reisen. Wenn ich groß bin,möchte ich noch mehr sehen, nämlich die ganze Welt.

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(Rechts steht meine Schwester Carina, dann kommt meine Mama und zum Schluss ich)

Ich weiß gar nicht mehr wann genau ich den Entschluss gefasst habe ins Ausland zu gehen. Es scheint schon seit Ewigkeiten fest in meinem Kopf verankert zu sein. Bestärkt wurde meine Entscheidung dann, von meiner lieben Schwester die ein halbes Jahr in Neuseeland verbrachte. Die Erfahrungen, das Wissen das wollte ich auch haben. 

Schon jetzt hat eine enorme Nervösität von mir Besitz ergriffen. Alles in meinem Kopf dreht sich um Australien. Um meine Familie, meine Schule und meine hoffentlich neuen Freunde.

Doch zu jedem Aufbruch gehört auch ein Abschied. Dies ist der Teil an den ich lieber nicht denke.

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(Das bin ich mit meinen zwei besten Freunden Lina(oben) und Annalie(unten) in Holland)

Ich werde meine Freunde und meine Familie vermissen, vor allem am Anfang. Denn aller Anfang ist schwer. 

Andererseits möchte ich meinen Freunden danken,dafür danken, dass sie in der Sache hinter mir stehen.

Doch der größte Dank gebührt meinen Eltern, dafür ,dass sie mich in dieser Sache unterstützen und mir jede Tür offen halten um mich selbst zu finden. Ich weiß wie schwer es ihnen fällt, denn mit mir zieht auch meine Schwester aus und das Haus wird das erste Mal seit 17 Jahren wieder ganz ruhig sein.

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(Unser Wohnzimmer, im unaufgräumten, normal Zustand)

Okay, jetzt hat mich gerade die Lust verlassen.

Denn ZACK! war mein Internet weg und ZACK! alles was ich geschrieben hab auch.

Ich geh jetzt schlafen!

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                                                          LAND und LEUTE

Nach meiner unliebsamen Unterbechung gestern, bin ich nun wieder voll da. Ob wohl ich irgendwo oben schon einiges darüber geschrieben habe, wollte ich euch jetzt noch mal etwas darüber erzählen wie ich mir Australien so vorstelle. Dies ist der Teil den ich wegen des Teilstipendiums "Weltenbummler" schreiben sollte. 

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Australien besteht für mich aus zwei Welten. Zu einem aus der Hektischen Ostküste und zum anderen dem Naturnahen Landesinneren. Zusammen ergeben die beiden Teile das wohl schönste Land der Welt. Das besondere an den "Aussies" ist,dass sie immer gut gelaunt sind. Sie sind freundlich und  aufgeschlossen, ganz anders als die "privaten" Deutschen

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(Das Motto der Schule meiner Schwester in Neuseeland)

Viele Surfer, Menschen und große Städte. Das verbinde ich mit der Ostküste Australiens. Die Landschaft ist geprägt von langen Stränden. Durch die Küste ist das Wetter im ganzen Jahr angenehm. Das Leben in den Großstädten ist nicht so geruhsam, wie das in den Kleinstädten. Die Bewohner verdienen sich ihr Geld in großen Bürotürmen, doch tuen sie das ganze viel entspannter als bei uns. In den Kleinstädten kennt jeder jeden und die Leute meiden Stress. 

Der Inbegriff für eine australische Großstadt (so viele gibt dann ja auch wieder nicht) ist und bleibt für mich Sydney. Von der ehemaligen Stadt in einer Sträflingskolonie ist sie mittlerweile die größte Stadt des Terra Australis Incognita (unbekanntes südliches Land). Dies ist auch der Grund warum ich unbedingt dorthin will, auch wenn viele der Meinung, Sydney hätte sich zu sehr amerkanisiert. Doch kann eine so faszinierende Stadt auch nur etwas von ihrem Charme verlieren, oder die einzigartige Geschichte die sie verbirgt verändern?!

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Ganz anders dazu ist das Inland, oder zumindest der Teil der zur Landwirtschaft benutzt wird. Die Menschen auf den Farmen arbeiten bei extrem, heißen Wetter und leisten dabei schwer körperliche Arbeit. Sie sind misstrauischer als die Menschen aus der Stadt, aber in ihrer ganz besonderen Art. Charakteristisch für das Farmleben sind für mich die Schäfchen, da diese dort besonders gut gedeihen.

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Danach kommt nur der "Outback". Wir befinden uns nun "Behind the Civilation".

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Mit dem Outback verbinde ich vor allem die Aborginies. Lange Zeit wurden sie von Engländern unterdrückt und gejagt. Sie hatten es schwer und mussten für ihr Leben kämpfen. SIe haben es geschafft. Dies ist nur ein Punkt, der mich an den Eingeboren fasziniert. Ihre Kultur und vor allem die Traumzeit fasziniert mich. ( Hierzu gibt es hier  www.australien-panorama.de/fakten/aborigines-traumzeit.htmleinige interessante Geschichten)

Wie die Sonne entstanden ist

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Früher, so glauben die Aboriginies hab auf der Erde nur den Mond, die Sterne, Vögel und andere Tiere, aber weder Menschen noch Sonne. Eines Tages nun hatte der Emu Dinewan einen großenn Streit mit seiner Gefährtin Brogla. Diese wurde darüber hinaus so wütend, dass sie ein Ei aus ihrem Nest nahm und es mit aller Kraft gegen Himmel schleuderte. Dort landete es auf einem Stapel Holz und zerbrach, worauf sich dieser entzündete. Als die Geschöpfe der Welt zum Himmel blickten waren sie geblendet von der Helligkeit und der Schönheit der Flammenkugel. Deshalb beschloss ein guter Geist, die Flammen jeden Tag auflodern zu lassen. Er sammelte mit Hilfe seiner Freunde jede Nacht Holz um es dann zu entzünden. Zur Verkündung des bald anbrechenden Tages wurde der Abendstern an den Himmel geschickt. Doch die Schlafenden sahen den Stern nicht und deshalb wurde nach einer neuen Möglichkeit versucht um die Dämmerung deutlich zu machen. An einem Abend dann, hörten die Geister das Gelächter des Kookaburras (ein autralischer Vogel) und beschlossen dieses Geräusch sei genau das Richtige. Der Vogel erhielt so den Auftrag jeden Morgen mit seinem Ruf die Welt zu wecken und den Tag anzukündigen. Sollte er seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen, so würden die Geister den Holzhaufen nicht mehr entzünden und die Welt wieder in einen Zustand der ewigen Dunkelheit versetzen. Doch der Kookaburra nahm und nimmt seine Aufgabe immer noch sehr ernst und weckt jeden Morgen die Schlafenden mit seinem Gelächter.

Dies ist nur eine der vielen faszinierenden Geschichten der Aboriginies. Nur eine Geschichte von vielen an die sie glauben während sie auf den Pfaden ihrer Ahnen wandeln, in Frieden mit sich und der Welt.

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Eine weitere Besonderheit ist natürlich die Tierwelt. Die Koalas, Die Kängurus und DIe Schnabeltiere und so viele weitere. Die meisten davon sind in der Kinderserie Blinky Bill vertreten. Wie ich sie früher geliebt habe. 

 

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Auch die Ernährung wird eine ziemliche Umstellung sein. Man denke daran ein Känguruh zu verspeisen, oder ein Krokodil.

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Ich könnte hier noch ewig weiter von den Vorzügen dieses Landes schwärmen.

Doch ich glaube ich höre jetzt besser mal auf. Bevor ich bemerke was ich hier eigentlich alles hingeschrieben habe und in einem Anfall von Selbstzweifel alles wieder lösche.

Also bedanke ich mich, falls hier meinen verworrenen Gedanken bis hierher folgen konntet. Es ist auch noch nicht die endgültige Fassung, ständig fällt mir noch was ein oder ich muss was streichen und die ganze Sache ist auch noch nicht frei von diesen doofen Kommata-Fehlern. Ich bitte deshalb um Verzeihung :)

Mit meinen allerbesten Grüßen

Johnny